Aktuell
Der Wettkampf in Malaysia ist Geschichte. Jetzt liegt der Fokus auf den Deutschen Meisterschaften in Großkrotzenburg.
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A man is never lost at sea.
Ernest Hemingway |
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Taghell erleuchtet mein Zimmer, immer und immer wieder. Der Donner grollt bedrohlich und dicke Tropfen klatschen mit einer unglaublichen beharrlichkeit an das Fenster. In der Ferne ruft der Muezin zum Gebet. Mein Koffer steht gepackt in der Ecke, denn morgen geht es schon wieder nach Hause.
Hinter mir liegen dann 48 Stunden Malaysia, voller Eindrücke, bezaubernden Landschaften, wundervollen Menschen und einem schönen Wettkampf.
Die letzten Wochen haben meinen Wettkampfkalender kräftig durchgerüttelt. Eine Wettkampfabsage jagte die nächste. Insolvente Veranstalter wohin man sieht. Die Wirtschaftskrise scheint jetzt auch auf den Schwimmsport durchzuschlagen. In der Folge musste ich Flüge umbuchen, Übernachtungen stornieren und Alternativen suchen. Es ist mir trotzdem gelungen, einige Highlights in den Sommer 2012 einzubauen. So werden insbesondere der Saisonbeginn in Malaysia und das Saisonfinale in den USA etwas Besonderes. Die genauen Daten und Wettkampfveranstaltungen findet ihr wie immer unter der Rubrik Termine.
Von seiner kalten und grauen Seite
zeigte sich Riga am heutigen Morgen. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer 30-minütigen Bahnfahrt in den lettischen Nobelbadeort Jurmala war ich nun endlich angekommen. Mir präsentierte sich ein wahres Mekka des Winterschwimmsportes. Nach intensiver Erwärmung und dem folgenden Umziehen (vielmehr ein vorsichtiger Versuch schon mal viel Kleidung loszuwerden ohne zu erfrieren) ging es zum Start des Vorlaufes über die 25m Freistil.
Der Wettkampfablauf beim Winter- oder Eisschwimmen unterscheidet sich deutlich von einem "normalen" Wettkampf. Zunächsteinmal läuft man, nur noch recht spärlich bekleidet in die eigentliche Wettkampfstätte ein. Nach einigen kurzen Pfiffen des Schiedsrichters brüllt es nachdrücklich aus der Lautsprecheranlage: "TAKE YOUR CLOTHES OFF!!!". Nachdem alle Starter des Laufes bei minus 6 Grad Luft frierend, nur noch in Badehosen, -kappen und Schwimmbrillen dastehen, folgt ein für Schwimmer eher ungewohnter Vorgang.
Es ist mal wieder soweit; ein Jahr geht zu Ende. Weihnachten
steht unmittelbar bevor und die letzte große Reise dieses Jahres wird morgen zu Ende gehen. Nach zwölf wunderschönen Tagen hier in Thailand (die ich mit schwimmen, tauchen und essen verbracht habe) geht es am Heiligenabend wieder nach Hause. Der Koffer ist gepackt und ich mach mich auf den Weg.
2012 beginnt für mich mit dem Referendariat ein neuer Lebendsabschnitt der mit Sicherheit auch wieder viele aufregende Wettkämpfe und Erlebnisse bereit halten wird. Danke an alle die mich dieses Jahr so wunderbar unterstützt haben.
Ich wünsche Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein tolles Jahr 2012.
6:58 Uhr- Die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages linsen von Jordanien aus hinaus aufs Rote Meer. Die Badekappe sitzt, die Schwimmbrille ist geputzt, das Wasser angenehm temperiert und die Vorfreude auf den bevorstehenden Wettkampf lässt mich erschauern. Nur zwei Minuten später geht das Rennen endlich los. Zu schwimmen sind heute 8 mal 3125 Meter- immer wieder raus aufs Meer und zurück. Nach geglücktem Start läuft das Rennen besser als erwartet. Das Tempo ist sogar so langsam, dass ich ohne Probleme viel Führungsarbeit leiste. Die größte Herrausforderung dieses Wettkampfes sind die sich ca. 400 m vom Ufer aufbauenden Wellen.
Das Rattern der Klimaanlage übertönt alles. Dennoch sind in meinem Zimmer gefühlte 30 Grad. Auf dem Bett liegend siniere ich über den heutigen Tag. Der bestand hauptsächlich aus Sicherheitskontrollen, sinnlosem rumsitzen und fliegen. Um 21:00 Uhr erreichte ich endlich Eilat, eine Stadt die aus der Luft aussieht wie eine Miniaturausgabe von Las Vegas, gequetscht auf 600 Meter Küstenstreifen zwischen das jordanische Aquaba und die ägyptische Halbinsel Sinai. Exemplarisch dafür ist die Landebahn des Flughafens, eine der kürzesten der Welt die für Linienmaschinen des Typs Boing 737/700 zugelassen ist. Auch das Terminal ist nicht mehr als eine größere Hütte und erinnert mich frapierent an den „Alexander den Großen Airport“ in Skopje Mazedonien.